3D-Simulation der Sonnenfinsternis in Europa am 11.8.1999

Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis ist eigentlich eine Mondbedeckung, die dann entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde sich genau auf einer Linie befinden und die Mondscheibe damit die Sonnenscheibe teilweise oder ganz bedeckt. Dies kann nur in der Phase des Neumondes geschehen. Allerdings tritt nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis auf. Da die Mondbahn etwas mehr als 5 Grad zur Erdbahn geneigt ist, wandert der Neumond oft über oder unter der Sonnenscheibe vorbei. Eine Finsternis tritt ein, wenn der Neumond sich in dem Punkt seiner Bahn befindet, an dem sich die Mondbahn mit der Erdbahn kreuzt. In den 3D-Modellen wird diese Konstellation gezeigt.

Modell 1:
CosmoPlayer Dieses einfache Modell enthält nur Texturen für Erde und Mond. Sie benötigen einen VRML 2.0-Browser wie z.B. den kostenlos erhältlichen CosmoPlayer von Cosmo Software, um sich das Modell anschauen zu können.
Modell 2:
CosmoPlayer Dieses Modell enthält auch Texturen für den Hintergrund sowie zwei Sound-Clips mit dem Sonnenton und den Erdenton. Auch hierfür benötigen Sie CosmoPlayer von Cosmo Software. Achtung: Großes Datenvolumen!
Video-Clip:
Downlaod RealPlayer Dieser RealVideo-Clip zeigt einen kurzen Ausschnitt aus einem "Spaziergang" durch das VRML-Modell. Zum Abspielen des Clips benötigen Sie den kostenlos erhältlichen RealPlayer G2 bzw. für Unix-Systeme den RealPlayer 5.0 von RealNetworks.

Hinweis: Die Größenverhältnisse der Planeten, ihre Umlaufbahnen und die zeitlichen Abläfe in den 3D-Modellen sind selbstverständlich nicht maßstabsgetreu und erheben auch nicht den Anspruch auf eine streng wissenschaftliche Darstellung; dafür können sie auf jedem Personal Computer angesehen werden.

Was sind "Sonnenton" und "Erdenton"? Wie ist es möglich, daß man diese hören kann?

Es gibt seit Phytagoras das Wissen um die sogenannte "Harmonie der Sphären". Man könnte sagen, es ist archetypisches Wissen der Menschheit. Es gibt bei den Weisen und Wissenschaftler des Helenismus, im Mittelalter, schließlich bei Johann Keppler und nach ihm den deutschen Astronomen des 17., 18. und 19. Jahrhunderts viele Theorien, Verfahrensweisen und Berechnungen, um diese Harmonien und im Besonderen die Töne der Planeten hörbar zu machen. Das plausibelste dieser Verfahren ist das des Schweizer Astronomen und Mathematikers Hans Custo. Custo geht von der Umlaufzeit der Himmelskörper aus; sein Verfahren basiert auf dem physikalischen Gesetz, daß sich Zeit und Frequenz reziprok zueinander verhalten.

Zur Ermittlung des Erdentons müssen wir also nur — so meint Custo — 1 durch die Zeit des Erdentages, nämlich 24 Stunden oder 86400 Sekunden zu teilen und erhalten die Frequenz, die wir dann in den mittleren Bereich menschlicher Hörbarkeit zu oktavieren brauchen. Wir gewinnen auf diese Weise das strahlende "g" mit einer Frequenz von 194,18 Hz (bei einem chromatischem aš von 435,9 Hz). Diesen Ton hören Sie in unserem 3D-Modell, sobald Sie sich der Erdkugel nähern. Bei der Sonne gehen wir von einem tropischen Jahr mit 365,242 Tagen, also 31556925,9747 Sekunden aus. Das Ergebnis der Oktavierung ist die Frequenz 136,10221 Hz, die einen Ton etwas unterhalb des europäischen c# (cis) ergibt. Der Grundton einer Sitar (indisches Musikinstrument) wird nach genau diesem Ton gestimmt; Sie hören ihn in unserem 3D-Modell in der Nähe der Sonnenkugel.

Die Töne in unserem Modell sind mit freundlicher Genehmigung den Publikationen von Prof. Joachim-Ernst Berendt entnommen, dem wir hiermit unseren Respekt und Dank für seine Arbeiten auf diesem Gebiet erweisen möchten.

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